BeeMe: Wilde Bienen im Metschacher Moos

30. November 2023

In Österreich gibt es rund 700 Bienenarten. Eine davon ist die Honigbiene, die als Nutztier gehalten wird; alle anderen Arten, einschließlich der Hummeln, werden als Wildbienen bezeichnet.

In Österreich gibt es (noch) keine bundesweite Rote Liste gefährdeter Bienenarten. Expert:innen gehen jedoch davon aus, dass mehr als die Hälfte der Arten gefährdet ist und einige Arten sogar vom Aussterben bedroht sind. Die Gefährdung von Wildbienen und damit ihr Rückgang stehen unter anderem mit einem geringeren Angebot an Blüten und Nistplätzen, dem Einsatz von Pestiziden, klimatischen Veränderungen und den damit verbundenen Veränderungen der Artenzusammensetzung in Zusammenhang.

Zu den wichtigen Strukturen für Wildbienen zählen Hecken, Brachflächen, Steinmauern, Ruderalflächen, Hohlwege, Feldränder, kleine Böschungen mit Abbruchkanten, Gräben, Teiche, kleine Sand- und Lehmabbauflächen sowie offene Bodenstellen. Daher ist es besonders wichtig, solche Strukturen und eine artenreiche Flora zu erhalten oder zu fördern, um eine große Vielfalt an Bienenarten zu ermöglichen.

Im Rahmen des Projekts soll das Gebiet des Metschacher Mooses (KSK-Forschungsstandort, Bezirk Liebenfels) mit Blühstreifen als Nahrungsangebot sowie mit natürlichen, besonnten Kleinstrukturen ausgestattet werden. Dazu zählen Totholz, offene Bodenstellen, Schnittguthaufen mit markhaltigen Stängeln sowie Sand- und Steinhaufen als Nistplätze. Auch die für das Gebiet vorgesehene Pflegemahd soll den Blütenreichtum nachhaltig fördern und damit das Nahrungsangebot für Wildbienen erhöhen. Natürliche Strukturen wie Weidenzäune rund um die „Blumenwiese“ sollen zudem neue Lebensräume für weitere Lebewesen schaffen. Langfristig soll sich das Metschacher Moos zu einem wertvollen Trittsteinbiotop entwickeln.

Finanziert durch: Land Kärnten und Europäische Union