Erasmus International Credit Mobility-Projekt: Österreich–Tansania

09. Jänner 2023

Das Erasmus International Credit Mobility-Projekt zwischen der CU Hochschule Kärnten und der Sokoine University of Agriculture (SUA) in Tansania fördert die internationale Zusammenarbeit in Lehre und Forschung durch den Austausch von Mitarbeiter:innen.

Das Projekt wurde von den jeweiligen UNESCO-Lehrstühlen der beiden Hochschulen initiiert. Dr. Makarius C.S. Lalika hat an der SUA den UNESCO-Lehrstuhl für Ökohydrologie und grenzüberschreitendes Wassermanagement inne. Im Einklang mit dem Auftrag des Lehrstuhls, die internationale Zusammenarbeit mit Ländern des Globalen Südens zu intensivieren, ist die Institution mit weiteren Aktivitäten betraut, um die Erkenntnisse des Programms in akademische Curricula zu integrieren. In vielen Fällen fungieren die UNESCO-Netzwerke und UNESCO-Lehrstühle als Thinktanks und Brückenbauer zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft, lokalen Gemeinschaften, Forschung und Politik. Der wechselseitige Mobilitätsaustausch stellt ein wichtiges verbindendes Element zur Erfüllung ihrer Aufgaben im UNITWIN-Netzwerk dar.

Das zweijährige Erasmus International Credit Mobility-Projekt umfasst gegenseitige Lehraufenthalte in den jeweiligen Bildungsprogrammen der Hochschulen (CU Hochschule Kärnten: Masterstudiengang Management of Conservation Areas; SUA: Training on Ecohydrology and Nature-based Solutions for Water Management), die zu einem nachhaltigen Wissensaustausch auf beiden Seiten beitragen. Das Erleben innovativer und experimenteller didaktischer Ansätze ist ein integraler Bestandteil des Projekts. In vorangegangenen gemeinsamen Gesprächen zeigte sich Handlungsbedarf bei der Entwicklung eines grenzüberschreitenden Geoparks in Tansania, mit der der UNESCO-Lehrstuhl der SUA betraut wurde. Aufgrund der langjährigen Erfahrung des UNESCO-Lehrstuhls der CU Hochschule Kärnten mit der Entwicklung von Schutzgebieten wird der Austausch für den Wissenstransfer von entscheidender Bedeutung sein.

Der inhaltliche Schwerpunkt des Austauschs liegt auf folgenden Themen: Schutz der Umwelt und nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen (Wasser, Schutz der Biodiversität) sowie partizipative Ansätze zur Entwicklung von Schutzgebieten. Der Schutz der Biodiversität und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen sind globale Herausforderungen, die nur durch eine stärkere interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit bewältigt werden können. Die Ergebnisse des Erasmus-Mobilitätsprojekts werden unmittelbar zum Kapazitätsaufbau im akademischen und institutionellen Bereich beitragen. Dies unterstützt die Weiterentwicklung der Hochschulen durch gegenseitiges Lernen und gemeinsames Lernen.

Kofinanziert durch: Erasmus+ Programm der Europäischen Union