S.O.S. Metschacher Moos: Sofortmaßnahmen zur Renaturierung eines degradierten Lebensraums
31. Jänner 2024
Das „Metschacher Moos“ ist ein stark degradiertes Moor entlang eines Zuflusses des Glantals (Gemeinde Liebenfels, Kärnten). Das 14,6 Hektar große Gebiet wurde durch einen Ankauf für Naturschutzzwecke vor der Zerstörung bewahrt und wird nun renaturiert.
Nach einer Begutachtung vor Ort durch Expert:innen und der Entwicklung eines hydrologischen Modells des Moores werden Flächen hinsichtlich ihrer Vegetationssukzession untersucht. Gleichzeitig kommen Audiosensoren und Kamerafallen zum Einsatz, um die vorhandene Tierwelt zu erfassen. Auf Grundlage der Untersuchungen und Modelle wird ein zielorientierter und realistischer Managementplan für das Gebiet entwickelt. Langfristig soll das Metschacher Moos als wissenschaftlich und ökologisch bedeutendes Feuchtgebiet gesichert und erhalten werden. Insbesondere sollen in den tiefer gelegenen Bereichen Feuchtwiesen entstehen, die sich langfristig zu Niedermooren entwickeln können. Wiederhergestellte Feuchtgebiete könnten zahlreichen Amphibien und Reptilien sowie zurückgehenden Vogelarten wie dem Kiebitz (Vanellus vanellus) und anderen Watvogelarten neuen Lebensraum bieten. Die Renaturierung soll die Pflanzen- und Insektenvielfalt in der gesamten Gemeinde erhöhen und damit den Grundstein für weitere ähnliche Projekte legen.
Projektlaufzeit: März 2024 - Dezember 2025
Finanziert durch: Biodiversitätsfonds (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie [BMK] und Europäische Union – NextGenerationEU)
