Danali Rodriguez (Argentinien)
Austauschstudentin | Fakultät für Bau, Architektur & Immobilien | Herbstsemester 2022
Ich möchte diesen Bericht mit einem besonderen Dank an meine Heimatuniversität „Facultad de Arquitectura, Planeamiento y Diseño – UNR“ beginnen, die mir die Möglichkeit gegeben hat, diese großartige Erfahrung zu machen. Ohne die Unterstützung dieser Einrichtung und aller Verantwortlichen im Büro für internationale Beziehungen sowie der Professoren und der Hochschulleitung wäre diese Vereinbarung nicht möglich gewesen.
Die Erfahrung, in Österreich zu leben und zu studieren, hat meine Erwartungen übertroffen. Monate vor meiner Ankunft in Spittal konnte ich mir noch gar nicht vorstellen, wie diese fünf Monate in einer neuen Stadt wohl sein würden. Alles war ungewiss: Mein erster Aufenthalt in Europa, in einer neuen Stadt, die kleiner war als meine Heimatstadt; dazu kam ein anderes Klima – ich musste mich an deutlich kälteres Wetter gewöhnen und gleichzeitig meinen studentischen Alltag bewältigen.
Ich sehe die Sprache als die größte Herausforderung an, der ich mich stellen musste, da ich kein Deutsch spreche und schon lange kein Englisch mehr gesprochen hatte. Doch schon wenige Tage nach Beginn des Kurses fiel mir die Kommunikation leichter. Ich glaube, der Hauptgrund dafür war die Unterstützung all meiner Kommilitonen und Lehrkräfte, die stets versucht haben, mich zu verstehen und mir alles klar zu erklären.
Die Erfahrung eines Studentenaustauschs hat mir neue akademische Werkzeuge an die Hand gegeben, die ich in meinem Studium in Argentinien in die Praxis umsetzen konnte. Ich hatte die Gelegenheit, verschiedene Lernmethoden kennenzulernen, die meiner Meinung nach mein Wissen bereichert und mir eine umfassendere Perspektive auf den Bildungsprozess vermittelt haben.
Im Gegensatz zu meiner Universität in Argentinien hatte ich an der CU Hochschule Kärnten die Möglichkeit, den Unterricht in kleineren Gruppen zu erleben und einen engeren Kontakt zu den Dozenten zu pflegen. Ich halte beide Unterrichtsstile für gleichermaßen lehrreich und bin dankbar, dass ich beide kennenlernen durfte.
Ich bin der Meinung, dass mir ein solches Programm nicht nur den Zugang zu neuem Wissen in meinem Studienfach ermöglicht hat, sondern mir auch die Gelegenheit geboten hat, Menschen aus aller Welt kennenzulernen. In diesen fünf Monaten habe ich unter anderem Menschen aus Russland, Deutschland und dem Iran kennengelernt. Aber es geht nicht nur darum, Menschen kennenzulernen, sondern auch darum, ihre Kultur und ihre Gewohnheiten kennenzulernen, und ich halte es für eine einzigartige Erfahrung, den Alltag mit Menschen teilen zu können, die Tausende von Kilometern von meinem Land entfernt leben.
Außerdem macht einem dieser Austausch die vielfältigen Lebensrealitäten und aktuellen Geschehnisse in anderen Ländern ein wenig bewusster. Ein weiterer wichtiger Aspekt für mich ist, dass ich nun großartige neue Freunde auf der ganzen Welt habe.
Andererseits ist eine solche Reise nach Europa für Studierende aus Argentinien oft nicht erschwinglich und die Existenz solcher Einrichtungen, die solche Erfahrungen ermöglichen, ist eine große Quelle der Hoffnung für viele junge Menschen, die sich für ein Hochschulstudium entscheiden.
Ich glaube, dass diese Erfahrung in Österreich auch allen Studierenden an meiner Heimatuniversität zugutekommen wird, denn wenn ich nach Argentinien zurückkehre, werde ich für diesen Austausch werben und ihnen helfen können, Zugang zu diesem unglaublichen Programm zu erhalten.
Abschließend bin ich der Überzeugung, dass ich durch diese Erfahrung sowohl akademisch als auch – vor allem – persönlich neue Fähigkeiten entwickeln konnte. Ich bin sehr dankbar für diese Gelegenheit und glaube, dass sie für mich eine große Bereicherung war. Es ist eine Erfahrung, an die ich mich immer erinnern werde, da sie mir die Möglichkeit gegeben hat, die Welt ein wenig besser kennenzulernen und neue Lebensweisen zu entdecken, während ich mich weiterhin mit meiner Leidenschaft – der Architektur – beschäftigt habe.
