Studieninhalte und Voraussetzungen
Psychosoziale Beratung: Lebens- und Sozialberatung – BPr.
Du möchtest Menschen professionell beraten und sie in herausfordernden Lebenssituationen begleiten? Im Bachelorstudium Psychosoziale Beratung: Lebens- und Sozialberatung erwirbst du dafür das fachliche, methodische und persönliche Rüstzeug. Erfahre, welche Voraussetzungen du mitbringen solltest, was dich im Studium erwartet und wie deine Bewerbung abläuft.
Was solltest du für das Studium mitbringen?
Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten, erfordert Offenheit, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Wenn du gerne mit Menschen arbeitest, aufmerksam zuhörst und Interesse an psychologischen Fragestellungen hast, bringst du gute Voraussetzungen für das Studium mit. Ebenso wichtig ist die Bereitschaft zur Selbstreflexion, denn die eigene Persönlichkeit ist ein wesentlicher Bestandteil professioneller Beratung.
Das lernst du im Studium
Im Studium verbindest du wissenschaftliche Grundlagen mit einer praxisnahen Ausbildung. Du setzt dich mit psychologischen, sozialen und rechtlichen Themen auseinander und lernst unterschiedliche Beratungsansätze sowie Methoden der Gesprächsführung kennen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Selbsterfahrung, Supervision und der Entwicklung deiner eigenen Beratungskompetenz. Praktische Übungen und Fallbeispiele helfen dir dabei, das Gelernte direkt anzuwenden und Sicherheit für den Berufsalltag zu gewinnen.
Das sind die Voraussetzungen
Für die Zulassung benötigst du eine einschlägige berufliche Qualifikation oder eine mehrjährige einschlägige Berufserfahrung. Ob deine Vorbildung die Voraussetzungen erfüllt, wird im Rahmen des Bewerbungsverfahrens geprüft. So wird sichergestellt, dass alle Studierenden auf einer passenden Grundlage in das Studium starten können.
So läuft die Bewerbung ab
Die Bewerbung erfolgt online. Nach dem Einreichen deiner Unterlagen werden diese geprüft und anschließend über die weiteren Schritte informiert. Wir empfehlen dir, dich frühzeitig zu bewerben, damit deine Unterlagen rechtzeitig bearbeitet werden können und du ausreichend Zeit für die Studienplanung hast.
Allgemeine Studieninformationen
Weitere Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen, Ausbildungsvertrag, Nostrifizierung und Anerkennungen, Aufnahmeverfahren, Prüfungsordnung und Benotung, ECTS‑Punkten sowie dem akademischen Kalender findest du in den Allgemeinen Studieninformationen.

FAQ
Häufig gestellte Fragen zum Bachelorstudium
“Psychosoziale Beratung: Lebens- & Sozialberatung"
Lebens- und Sozialberatung oder Psychotherapie?
Lebens- und Sozialberater:innen begleiten psychisch gesunde Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. Die Behandlung psychischer Erkrankungen gehört zur Psychotherapie.
Brauche ich Vorkenntnisse in Psychologie?
Nein. Die psychologischen Grundlagen sowie die Methoden der psychosozialen Beratung werden im Studium systematisch vermittelt.
Welche Zugangsvoraussetzungen muss ich erfüllen?
Für die Zulassung benötigst du eine einschlägige berufliche Qualifikation oder eine mehrjährige einschlägige Berufserfahrung.
Aktuelle Lehrveranstaltungen
Aktuelle Lehrveranstaltungen - Psychosoziale Beratung
Modulschwerpunkte
Der Hochschullehrgang Psychosoziale Beratung: Lebens- und Sozialberatung gliedert sich in 13 Module:
Teilnehmende…
- … verfügen über Grundkenntnisse der Ethik
- … können diese Kenntnisse in die eigene Beratungsarbeit integrieren
- … können Aspekte der Ethik hinsichtlich der Berufstätigkeit als LSB eigenständig erfassen und beurteilen
- … kennen das Berufsbild der Lebens- und Sozialberatung
- … können dieses Bild berufspolitisch einordnen, in den eigenen Beratungsprozess integrieren und in der eigenen persönlichen Weiterentwicklung berücksichtigen
- … können den Klient:innen Entwicklungsmöglichkeiten basierend auf der Reflexion eigener Wert- und Normsysteme aufzeigen
- … können die eigene ethische Grundhaltung fortlaufend kritisch hinterfragen und als Fundament der eigenen Beratung nutzen
Teilnehmende…
- … haben Kenntnisse über die Grundzüge der Sozialphilosophie und Soziologie und deren unterschiedliche methodische Herangehensweisen
- … sind in der Lage diese in die eigene Beratungstätigkeit mit Klient:innen hinsichtlich deren sozialer Umfelder unter Berücksichtigung von Inklusion, Diversität, Gender und Alter einzubringen
Identität und Rollen von Familie und Gesellschaft unter Berücksichtigung von Inklusion, Diversität, Gender und Alter
Teilnehmende…
- … sind in der Lage die komplexen Wirklichkeiten rund um diverse Familienformen und ihren Stellenwert und Herausforderungen zu erkennen und hinsichtlich der unterschiedlichen Biografien der Klient:innen zu analysieren und diese als Basis für ihr praktisches Wirken als Berater:in anzusehen und in konkreten Beratungssituationen einzubringen
- … sind in der Lage ihr eigenes Rollenverständnis aus der Sicht moderner Genderforschung und entsprechend unterschiedlichen Geschlechterkonstruktionen neu einzuordnen und im konkreten Umgang mit Klient:innen in der eigenen Kommunikation und in den diversen sprachlichen Ausdrucksformen dementsprechend sichtbar zu machen
Teilnehmende…
- … kennen die grundlegenden Arbeits- und Forschungsfelder sowie die wichtigsten theoretischen Ansätze der Psychologie und können deren wissenschaftliche Herangehensweise benennen
- … können die psychosoziale Beratung zur klinischen Psychologie und zur Psychotherapie abgrenzen
- … können Beratungsprozesse methodisch-didaktisch von der Auftragsklärung bis zum Abschluss planen und umsetzen
- … kennen die einzelnen Systempartner:innen in der psychosozialen Beratung, wissen die Grenzen der Beratungsmöglichkeiten
- … sind mit den Vorgängen von Vermittlung und Überweisung vertraut und können mit andern Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialbereich zusammenarbeiten
- … sind kompetent, anhand erlernter Theorie-Konzepte der Krisenintervention die Situation von Klient:innen zu beurteilen
- … kennen theoretische Konzepte zum Thema Stress und Stressverarbeitung
Teilnehmende…
- … können Beratungsprozesse entwickeln und gestalten
- … kennen verschiedene psychosoziale Problemfelder
- … kennen theoriegeleitete Interventionsmethoden und Techniken zur Steuerung psychosozialer Beratungsprozesse
- … können Workshops, Seminare und Vorträge zu Themen im Bereich Lebens- und Sozialberatung gestalten
- … verstehen Supervision als notwendigen Reflexionsprozess für die psychosoziale Beratung
Teilnehmende…
- … können die Situation von Klient:innen anhand des theoretischen Grundlagenwissens zu psychischen Erkrankungen einschätzen
- … gehen verantwortungsvoll mit Klient:innen und deren Belastungen um, basierend auf dem Theoriewissen über psychische Erkrankungen
- … wissen Bescheid über Überweisungsmöglichkeiten und Kooperationsmöglichkeiten zu psychiatrischen Einrichtungen
Teilnehmende…
- … können ihr Grundwissen in Anatomie und Physiologie verwenden, um Symptome und die Situation der Klient:innen zu beurteilen
- … kennen die Grundlagen der Anatomie und Physiologie
- … kennen die Grundlagen der Psychosomatik
Teilnehmende…
- … kennen berufsrelevante Rechtsmaterien
- … können diese juristischen Sachverhalte in den beratungsspezifischen Kontext einbringen (Ehe, Familie, Scheidung, Aufenthalt, Beruf)
- … kennen die Grenzen der eigenen beruflichen Kompetenz und können daher auch richtig an andere befugte Stellen weiterverweisen
- … können Beratungssitzungen korrekt dokumentieren und beachten dabei den Datenschutz
Teilnehmende …
- … kennen die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens
- … können Fragestellungen aus der Praxis aufgreifen und in Forschungsfragen umwandeln
- … kennen verschiedene Ansätze wissenschaftlichen Forschens
- … können geeignete Methoden für das eigene Forschungsanliegen auswählen
- … können quantitative Daten analysieren und daraus theoriebezogene Rückschlüsse ableiten lernen
- … kennen wissenschaftliche Methoden im Bereich der relevanten Sozialwissenschaften
- … kennen die Grundlagen qualitativer und quantitativer Forschungsansätze
- … können den Nutzen dieser Erkenntnisse für die Evaluierung von Beratungsprozessen formulieren
Teilnehmende …
- … kennen die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen für die Führung eines eigenen Beratungsunternehmens
- … können basierend auf den vermittelten Grundlagen das eigene Angebot entwickeln, bewerten und evaluieren
- … können eigene Angebote am Beratungsmarkt einrichten und positionieren
Teilnehmende können auf Basis der in den jeweiligen Wahlmodulen angeführten Tätigkeitsfelder die dafür erworbenen Kompetenzen in Bezug auf die wahlmodulspezifischen Themen, Inhalte und Methoden einschätzen, auswählen und diese im Sinne einer Prozessteuerung strukturieren, anwenden, anpassen und reflektieren.
Kenntnisse/Wissen:
Teilnehmende…
- … kennen die für die im jeweiligen Wahlmodul angeführten Beratungsfelder theoretischen Grundlagen und themenspezifischen Besonderheiten im Hinblick auf Fragestellungen und Problemfelder
- … kennen die für die im jeweiligen Wahlmodul angeführten Beratungsfelder wesentliche aktuelle Fachliteratur und deren Modelle, Methoden und Interventionen der Beratung und wissen sich über den aktuellen Stand der Wissenschaft und Forschung zu informieren
- … kennen die für die im jeweiligen Wahlmoduls angeführten Beratungsfelder spezifischen Besonderheiten und Herausforderungen und wissen diese hinsichtlich ihrer konkreten Beratungstätigkeit einzuschätzen und einzuordnen
Fertigkeiten:
Teilnehmende …
- … sind in der Lage die für das jeweilige Wahlmodul wesentlichen und typischen Methoden und Interventionen einzusetzen und diese für den jeweils spezifischen Beratungsanlass abzuwandeln, anzupassen und im Sinn des Transfers und deren Wirkung und Auswirkung anzuwenden
- … sind in der Lage die für die im jeweiligen Wahmodul angeführten Beratungsfelder typischen Beratungsmodelle auf konkrete Beratungsprozesse anzuwenden, durchzuführen und diese Prozesse zu steuern
Sozial-/Selbstkompetenzen:
Teilnehmende …
- … sind in der Lage als für den Beratungsprozess Verantwortliche ihren Klient:innen gegenüber sowohl den Prozess als auch die angewandten Modelle, Methoden und Interventionen im Sinne der Transparenz zu erklären und über deren mögliche Wirkungen aufzuklären
- … sind in der Lage durch Evaluation und Selbstreflexion sowohl im Hinblick auf ihren Klienten:innen als auch auf den jeweiligen Beratungsprozess die eigene Beratungstätigkeit zu analysieren und auf Basis der eigenen Beratungsqualität zu reflektieren
Teilnehmende …
- … können ein Thema für Ihre Abschlussarbeit selbständig finden und zu diesem dann ein Exposé verfassen
- … beherrschen das notwendige Handwerkszeug für die Erstellung einer Abschlussarbeit auf Bachelorniveau
- … können Ihre Abschlussarbeit auf Bachelorniveau im Zuge einer Präsentation einem Fachpublikum vorstellen und über das Thema vertieft diskutieren
- … arbeiten Themenstellungen zu den Programminhalten übergreifend aus und sind in der Lage, ihre Bachelorarbeit zu präsentieren, zu verteidigen und ihre Fachkompetenz im Rahmen einer kommissionellen Abschlussprüfung unter Beweis zu stellen
Teilnehmende …
- … setzen sich anhand der erteilten Arbeitsaufträge bewusst mit der eigenen Lebensgeschichte im Themengebiet lt. Lehrinhaltsangabe (Biographiearbeit) auseinander
- … bearbeiten gemeinsam mit dem:der Selbsterfahrungsanleiter:in Themenbereiche im Sinne einer Persönlichkeitsentwicklung
- … verstehen Selbsterfahrung, Selbstexploration bzw. Selbstreflexion als existentielle Aspekte des „privaten Lebens“ und als wichtige Wirkfaktoren für die berufliche Arbeit und das psychosoziale Handeln
Teilnehmende …
- … nehmen an Peergroups teil (diese setzen sich aus Personen zusammen, welche ebenso in Ausbildung zum:zur Lebens- und Sozialberater:in sind)
- … diskutieren mit Peers zur Vertiefung von Lerninhalten, Prozessreflexion, Literaturdiskussion, Übungen
- … erstellen Protokolle über durchgeführte Beratungsgespräche im Rahmen der Berufsausbildung und legen diese in pseudonymisierter Form vor
- … reflektieren Erfahrungen aus dem praktischen Kompetenzerwerb in der Supervision mit fachkompetenten Supervisor:innen
- … erwerben praktisch-fachliche Kompetenz durch Mitarbeit in einschlägigen Praxen und Institutionen
- … erwerben praktisch-fachliche Kompetenz durch Planung, Umsetzung und Evaluation von Seminaren zu psychosozialen Themenstellungen
Mach Beratung zu deinem Beruf.
Qualifiziere dich für die professionelle psychosoziale Beratung und begleite Menschen kompetent in herausfordernden Lebenssituationen. Mit dem Bachelor Professional legst du den Grundstein für deine berufliche Zukunft als Lebens- und Sozialberater:in.
Job & Karriere
Mit dem Bachelorstudium Psychosoziale Beratung: Lebens- und Sozialberatung qualifizierst du dich für einen vielseitigen Beruf mit Zukunft. Als Lebens- und Sozialberater:in unterstützt du Menschen dabei, persönliche, familiäre oder berufliche Herausforderungen zu bewältigen, neue Perspektiven zu entwickeln und eigene Ressourcen zu stärken. Dein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und geprägt von der Arbeit mit Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen.
Vielfältige Berufsmöglichkeiten
Nach dem Studium stehen dir zahlreiche Tätigkeitsfelder offen. Du kannst Menschen in Beratungsstellen, sozialen Einrichtungen, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen oder Unternehmen begleiten. Auch eine selbstständige Tätigkeit als Lebens- und Sozialberater:in ist – nach Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen – möglich. Durch die breite Ausbildung eröffnen sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten in einem wachsenden Berufsfeld.
Perspektiven für deine Zukunft
Die Nachfrage nach professioneller psychosozialer Beratung wächst kontinuierlich. Gesellschaftliche Veränderungen, steigende psychische Belastungen und komplexere Lebensrealitäten erhöhen den Bedarf an qualifizierten Berater:innen. Mit dem Studium schaffst du die Grundlage für eine verantwortungsvolle Tätigkeit, in der du Menschen nachhaltig unterstützen und ihre persönliche Entwicklung begleiten kannst.