FAQ: Bachelorstudium Radiologietechnologie
Du möchtest mehr über das Bachelorstudium Radiologietechnologie erfahren? Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Studieninhalte, Voraussetzungen, berufsbegleitendes Studium, Praktika und Karrieremöglichkeiten. Behandelt werden auch medizinische Bildgebung mit Röntgen, CT und MRT, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Strahlenschutz, Auslandspraktika und finanzielle Unterstützung. Sollte deine Frage nicht dabei sein, unterstützt dich unser Team gerne persönlich.
Bediene ich die medizintechnischen Geräte wirklich selbst?
Ja. Im Bachelorstudium Radiologietechnologie lernst du, moderne Geräte wie Röntgen, CT, MRT oder Geräte in der Strahlentherapie und Nuklearmedizin fachgerecht zu bedienen. Zuerst übst du in einem geschützten Umfeld, später arbeitest du unter Anleitung direkt im klinischen Alltag.
Wie oft finden am Samstag Lehrveranstaltungen statt?
Samstagsunterricht findet im Radiologietechnologie-Studium nur fallweise statt, keinesfalls jeden Samstag. Manche Praxiseinheiten werden in Krankenhäusern oder medizinischen Instituten durchgeführt. Dort stehen bestimmte Räume und Geräte teilweise nur am Wochenende zur Verfügung, wenn kein oder nur wenig Patient:innenbetrieb stattfindet.
Bin ich nur im Hörsaal oder auch in der Praxis?
Beides. Neben theoretischen Grundlagen erwarten dich praktische Übungen, (VR-)Simulationen, Laborveranstaltungen und Berufspraktika. So kannst du das Gelernte früh anwenden und Schritt für Schritt Sicherheit und Selbstbewusstsein erlangen.
Brauche ich mehr Interesse an Physik oder an Menschen?
Beides. Radiologietechnologie verbindet Technik, Medizin und direkten Menschenkontakt. Du brauchst ein grundlegendes Verständnis für Physik und medizintechnische Geräte und arbeitest gleichzeitig mit Patient:innen sowie anderen Gesundheitsberufen zusammen.
Hat Radiologietechnologie etwas mit Radios zu tun?
Nein. Trotz des Namens hat das Studium Radiologietechnologie nichts mit Radios oder "Radiotechnik" zu tun. Radiologietechnolog:innen sind auch keine Radiolog:innen und gehören nicht zur Gesundheits- und Krankenpflege. Radiologietechnologie ist eine eigenständige, wissenschaftlich fundierte Gesundheitsdisziplin mit Schwerpunkten in medizinischer Bildgebung, Strahlentherapie und Nuklearmedizin.
Kann ich parallel zum Studium arbeiten?
Ein kleiner Nebenjob ist neben dem Bachelorstudium Radiologietechnologie grundsätzlich möglich. Einige Studierende arbeiten zum Beispiel gelegentlich oder am Wochenende. Von mehreren fixen Arbeitstagen pro Woche raten wir jedoch ab, da sich der Stundenplan ändern kann und ausreichend Zeit zum Lernen und Vorbereiten bleiben sollte. Auch während der Sommermonate werden teilweise Berufspraktika stattfinden.
Kann ich mir meine Praktikumsstellen selbst aussuchen?
Ja. Praktikumsstellen werden selbstständig ausgewählt. Unterstützung erhältst du von der Praktikumskoordination. Dabei müssen die fachlichen Anforderungen des Radiologietechnologie-Studiums sowie die verfügbaren Plätze berücksichtigt werden.
Kann ich auch im Ausland Praktika absolvieren?
Ja. Auslandspraktika sind beispielsweise über Partnerhochschulen, ACE²-Partnerhochschulen oder Erasmus+ möglich. Dabei sammelst du nicht nur fachliche Erfahrung, sondern lernst auch andere Gesundheitssysteme und Arbeitsweisen kennen.
Gibt es auch Online-Lehrveranstaltungen?
Ja. Einzelne Lehrveranstaltungen oder Lehrinhalte können online stattfinden. Da Radiologietechnologie ein sehr praxisorientiertes Studium ist, werden viele Übungen und Praxiseinheiten jedoch vor Ort durchgeführt.
Wie viel Menschenkontakt habe ich im Studium und im Beruf?
Sehr viel. Du begleitest Patient:innen vor, während und nach Untersuchungen oder Therapien, erklärst Abläufe und gehst auf individuelle Bedürfnisse ein. Ein respektvoller, empathischer und professioneller Umgang mit Menschen ist daher ein wichtiger Teil des Berufs.
Wie viel Mathematik- und Physikkenntnisse brauche ich?
Du brauchst keine perfekten Vorkenntnisse. Interesse an Naturwissenschaften, logisches Denken und die Bereitschaft, dich mit technischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen, sind eine gute Basis. Die notwendigen Grundlagen werden im Bachelorstudium Radiologietechnolgie verständlich aufgebaut und praktisch angewendet.
Ist die Strahlung gefährlich für mich?
Im Studium Radiologietechnologie lernst du genau, wie Strahlung sicher und verantwortungsvoll eingesetzt wird. Durch technische Schutzmaßnahmen, klare Sicherheitsregeln und konsequenten Strahlenschutz wird die berufliche Strahlenbelastung so gering wie möglich gehalten.
Wann startet das erste Praktikum?
Bereits im ersten Semester des Radiologietechnologie-Bachelorstudiums findet ein Orientierungspraktikum in einem Krankenhaus statt. Dabei lernst du den klinischen Alltag und den professionellen Umgang mit Patient:innen kennen. Das erste fachspezifische Berufspraktikum startet nach dem zweiten Semester.
Bis wann muss ich mich bewerben?
Die Bewerbungsfrist kann je nach Studienjahr und Bewerbungsphase variieren. Die aktuellen Fristen und alle benötigten Unterlagen findest du auf der Website des Studiengangs. Eine frühzeitige Bewerbung ist empfehlenswert.
Wie funktioniert das Aufnahmeverfahren?
Das Aufnahmeverfahren zum Bachelorstudium Radiologietechnologie besteht aus drei Teilen: Zuerst löst du gemeinsam mit anderen Bewerber:innen eine kooperative Gruppenaufgabe innerhalb eines festgelegten Zeitlimits. Danach reflektierst du in einem Einzelgespräch die Aufgabe, die Zusammenarbeit und deine eigenen Wahrnehmungen. Im dritten Teil geht es um deine Motivation für das Studium sowie um berufsrelevante Interessen und persönliche Kompetenzen.
Gibt es finanzielle Unterstützung während des Radiologietechnologie-Studiums?
Ja. Das Diagnostikum Graz vergibt zwei Stipendien an Studierende des Bachelorstudiums Radiologietechnologie der CU Hochschule Kärnten. Bereits ab dem 2. Semester kannst du ein bezahltes CT-Praktikum absolvieren. Ab dem 3. Semester hast du die Möglichkeit, dich für das Diagnostikum Graz Stipendium zu bewerben. Dieses umfasst unter anderem ein Stipendium pro Semester, die Übernahme der Studiengebühren sowie weitere finanzielle Leistungen. Im Gegenzug absolvierst du deine vereinbarten Berufspraktika im Diagnostikum Graz und verpflichtest dich nach dem Studienabschluss zu einem Berufseinstieg von mindestens 36 Monaten. Alle Infos dazu findest du unter “Stipendien an der Fakultät Gesundheit & Soziales”.