Von der Lehre zum eigenen Unternehmen

Michael Primessnig, Gründer der ae automations.engineering GmbH

Ich kann wirklich nur jedem raten, es zumindest zu versuchen, denn hinterher ärgert man sich immer nur über Dinge, die man nicht probiert hat.

Für viele stellt sich mit etwa 15 Jahren die Frage, ob sie eine Lehre beginnen oder weiterhin die Schulbank drücken möchten. Dass diese Entscheidung nicht endgültig sein muss und ein Lehrabschluss keineswegs das Ende der eigenen Ausbildung bedeutet, stellt Michael Primessnig mit seinem beruflichen und akademischen Werdegang unter Beweis.

Nach seiner dualen Ausbildung zum Betriebselektriker und Prozessleittechniker sowie dem Besuch der Werksmeisterschule entschied er sich, die Matura an der Abend-HTL nachzuholen. Damit legte er den Grundstein für seine akademische Ausbildung.

„Ich entschied mich dann für das Studium Systems Engineering an der CU Hochschule Kärnten, weil es einfach perfekt zu meinem bisherigen Ausbildungsverlauf gepasst hat. Ein weiteres Plus war auch die Nähe zu meinem Arbeitgeber“, berichtet Michael. Nach dem anfänglichen Stress machte ihm das Studium zunehmend Spaß. Dazu trugen auch seine Kolleg:innen und das breite Nebenangebot bei.

Der Studienbeginn brachte einige Herausforderungen mit sich: Akademisches Arbeiten, eine neue Umgebung sowie Familie, Freund:innen, Hobbys, Beruf und Studium mussten miteinander vereinbart werden. Die persönliche Betreuung durch engagierte Lehrende und die Unterstützung in Lerngruppen machten das Studium für ihn jedoch schaffbar.

Heute blickt Michael auf mehrere berufliche Meilensteine zurück. Als persönlichen Höhepunkt bezeichnet er die Firmengründung mit seinen Kollegen zu Beginn der Pandemie. Auch die Patentanmeldung, der Innovation Award und die Projektleitung für das erste OHT-System für Infineon Österreich zählen für ihn zu seinen großen Errungenschaften.

Das Studium an der CU Hochschule Kärnten beschreibt Michael abschließend als besonders gut für Berufstätige geeignet.