Content, der wirkt – und eine Karriere, die mitwächst
Katrin Presslauer, Digital Marketing Managerin bei der Riffbird GmbH
Am besten hat mir der Praxisbezug gefallen. Mein Bachelorstudium habe ich an einer Universität absolviert. Hier ist mir sofort der Unterschied aufgefallen. Es ist in vielerlei Hinsicht ein großer Vorteil die Inhalte von Lehrenden vermittelt zu bekommen, die wissen, wie Unternehmen arbeiten. Die Beispiele helfen sowohl beim Lernen für Prüfungen als auch für den beruflichen Alltag.
Bereits vor Beginn ihres Masterstudiums war sie im digitalen Marketing tätig. Daher stand früh fest, dass sich auch ihre Abschlussarbeit mit einem Thema beschäftigen sollte, das sie fachlich interessiert und beruflich weiterbringt. Die konkrete Themenfindung erforderte zunächst mehrere Gespräche und Diskussionen mit ihrem Betreuer. Schließlich entschied sie sich für die Frage, welchen Nutzen Marketingagenturen durch digitale Inhalte schaffen und welche Content-Formate sie dafür einsetzen.
Für ihre Masterarbeit analysierte sie 1.081 Veröffentlichungen von zehn erfolgreichen Marketingagenturen aus dem DACH-Raum. Die Beiträge wurden den Nutzenkategorien Informieren, Beraten und Unterhalten sowie den Formaten Text, Bild, Video und Audio zugeordnet. Innerhalb der nutzenstiftenden Inhalte waren beratende Beiträge am häufigsten vertreten, gefolgt von unterhaltenden und informierenden Inhalten. Textformate wurden mit deutlichem Abstand am häufigsten eingesetzt. Die meisten Inhalte erschienen auf den eigenen Websites der Agenturen, gefolgt von Plattformen wie LinkedIn, Facebook, Twitter und Instagram. Die Ergebnisse zeigen, welche Content-Marketing-Aktivitäten erfolgreiche Agenturen nutzen und welche Ansatzpunkte sich daraus für die Entwicklung relevanter digitaler Inhalte ableiten lassen.
Heute ist sie als Digital Marketing Managerin bei der Kärntner Agentur Riffbird tätig. Dort berät und betreut sie Kund:innen in unterschiedlichen Bereichen – von Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung bis zu Social Media. Die Dynamik der Branche erfordert kontinuierliche Weiterbildung. Newsletter, Podcasts und digitale Lernplattformen helfen ihr dabei, Entwicklungen zu verfolgen, neue Themen zu erschließen und ihre fachlichen Kompetenzen laufend auszubauen.
Auch neben ihrer Vollzeittätigkeit setzt sie eigene Projekte um. Mit der Anmeldung eines Gewerbes hat sie einen länger geplanten Schritt bereits verwirklicht. Langfristig möchte sie ihr Wissen im digitalen Marketing weiter vertiefen, Erfahrungen weitergeben und verstärkt in einer beratenden Rolle tätig sein.
Studierenden empfiehlt sie, bereits während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln. Ein passender Job oder ein Praktikum erleichtert es, Verbindungen zwischen Theorie und Praxis herzustellen. Gleichzeitig erfordert ein berufsbegleitendes Studium eine gute Zeitplanung, Konsequenz und bewusste Erholungsphasen. „Es ist wichtig, am Ball zu bleiben und sich Freiräume zum Lernen zu schaffen. Gleichzeitig sollte man den Zugang zu erfahrenen Lehrenden und professionellem Wissen wertschätzen.“
