FAQ

Du möchtest mehr über das Masterstudium Disability, Diversity & Digitalisierung (DDD) an der CU Hochschule Kärnten erfahren? Hier findest du Antworten auf häufige Fragen zu Studieninhalten, technischen Vorkenntnissen, berufsbegleitendem Studieren, Zulassung und Karriere. Sollte deine Frage nicht dabei sein, unterstützen wir dich gerne persönlich.

Für wen ist das Studium geeignet?

Das Masterstudium richtet sich an Absolvent:innen sozial-, kultur-, gesundheits- bildungs- und wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge, die sich mit Disability, Diversity und digitalen Technologien beschäftigen möchten. Angesprochen sind insbesondere auch Absolvent:innen technischer Studiengänge, die ihr Wissen um sozial-, kulturwissenschaftliche und ethische Perspektiven erweitern möchten.

Was lerne ich im Studium DDD?

Du beschäftigst dich mit Disability & Diversity Studies, Digitalisierung, Ethik, Menschenrechten und Technikfolgenabschätzung. Weitere Inhalte sind assistive Technologien, unterstützte Kommunikation, digitale Kompetenzen sowie inklusive und partizipative Forschungsansätze. Dabei lernst du, soziale, kulturelle und technische Perspektiven miteinander zu verbinden.

Was unterscheidet das Studium von anderen Masterstudiengängen?

Das Studium verbindet zu rund 75 Prozent sozial- und kulturwissenschaftliche Inhalte mit einem Technikanteil von rund 25 Prozent. Im Mittelpunkt stehen die gesellschaftlichen Chancen und Risiken der Digitalisierung sowie die inklusive und nutzer:innenorientierte Gestaltung digitaler Technologien.

Was sind assistive Technologien?

Assistive Technologien unterstützen z.B. Menschen mit Behinderungen im Alltag, in der Kommunikation, beim Lernen oder im Berufsleben. Im Studium beschäftigst du dich mit ihren Einsatzmöglichkeiten und ihrer inklusiven, nutzer:innenorientierten Gestaltung.

Welche Rolle spielen Menschenrechte und Ethik im Studium?

Menschenrechte, Ethik und Technikfolgenabschätzung sind zentrale Bestandteile des Studiums. Du lernst, digitale Entwicklungen kritisch zu bewerten und ihre Auswirkungen auf Teilhabe, Selbstbestimmung und Chancengleichheit zu berücksichtigen.

Wie werden Betroffene in Projekte einbezogen?

Das Studium verfolgt einen partizipativen Ansatz. Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Bedürfnissen werden in Forschungs- und Entwicklungsprozesse einbezogen, damit digitale Lösungen nicht für, sondern gemeinsam mit den Nutzer:innen gestaltet werden.

Brauche ich technische Vorkenntnisse?

Nein. Der Studiengang startet für Menschen ohne technischen Hintergrund dort, wo du gerade stehst.

  • Bereits im ersten Semester werden digitalen Grundlagen eingeführt: Computer, Internet, Social Media und smarte Systeme – aufgebaut auf Alltagswissen, nicht auf Vorbildung.
  • Alle technischen Inhalte sind von Anfang an mit Assistiven Technologien verknüpft – du lernst Technik dort kennen, wo sie für Menschen mit Behinderung konkret wirkt.
  • Das Ziel ist Verstehen, nicht Coden: Du sollst digitale Systeme einschätzen, Chancen erkennen und Risiken benennen können.
  • Der Studiengang ist bewusst für Einsteiger*innen aus Sozialwissenschaften, Pädagogik, Recht, Gesundheit und vielen weiteren Feldern konzipiert.

Wie wird im Studium konkret mit Technik gearbeitet?

Praxisnah, hands-on und ohne Programmierkenntnisse – im Skills Lab gestaltest und bewertest du echte assistive Tools.

  • Im Skills Lab (LaborLV) arbeitest du z. B. mit einem innovativen Open-Source-Tool für Unterstützte Kommunikation  AsTeRICS Grid – intuitiv bedienbar für alle, ganz ohne technische Vorerfahrung und entwickelst Prototypen für die Unterstützung der Kommunikation in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Krankenhaus .
  • Es geht nicht darum, Software oder Hardware zu entwickeln, sondern niedrigschwellige assistive Konzepte zu gestalten, auszuprobieren und weiterzuentwickeln.
  • Du bewertest Protopyten aus drei Perspektiven: Usability (Wie gut lässt es sich bedienen?), Barrierefreiheit (Zugänglich für alle?) und Ethik (Welche Werte stecken dahinter?).
  • Dieses Urteilsvermögen – nicht die Programmierfähigkeit – ist das, was in gestalterischen und beratenden Berufsfeldern zählt.

Wie wird Technik interdisziplinär erschlossen?

Technik wird nie isoliert betrachtet – immer im Zusammenspiel mit Recht, Gesellschaft, Ethik und Disability Studies.
Technische Inhalte werden konsequent mit sozialwissenschaftlichen, rechtlichen und ethischen Perspektiven verknüpft – als Einheit, nicht als getrennte Fächer.

  • Konkrete Querschnittsthemen: Datenschutz bei assistiven Apps, Algorithmen-Bias (wenn KI bestimmte Gruppen benachteiligt), digitale Inklusion an der Arbeitsplatz, im Sozialwesen, im Alter oder in Kunst und Kultur.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen der Digitalisierung – z. B. Barrierefreiheitsgesetze, DSGVO oder der European Accessibility Act – werden direkt mit ihren gesellschaftlichen Wirkungen verbunden.
  • Das Ergebnis ist ein Hybridprofil: kein reines Informatikstudium, keine reine Sozialwissenschaft – sondern ein Profil, das in Praxis, Beratung und Forschung wachsend gefragt ist.

Ist das Studium berufsbegleitend machbar?

Ja, das Masterstudium DDD ist berufsbegleitend organisiert. Der hohe Online-Anteil, geblockte Lehrveranstaltungen und Phasen des Selbststudiums ermöglichen eine flexible Studienplanung. Rund 75 bis 80 Prozent der Lehre finden online statt. Pro Semester ist eine Blockwoche in Präsenz am Campus Klagenfurt vorgesehen. Zusätzlich nimmt das Selbststudium einen wichtigen Stellenwert ein, um die vermittelten Inhalte eigenständig zu vertiefen.

Wann finden die Lehrveranstaltungen statt?

Die Online-Lehrveranstaltungen finden etwa zweimal monatlich statt. Donnerstags wird von 16:30 bis 21:30 Uhr, freitags von 12:45 bis 19:45 Uhr und samstags von 08:30 bis 16:00 Uhr unterrichtet. Pro Semester findet zusätzlich eine Präsenzblockwoche am Campus Klagenfurt statt.

Kann ich das Masterstudium aus dem Ausland absolvieren?

Ja, aufgrund des hohen Online-Anteils kannst du das Studium gut auch aus dem Ausland absolvieren. Pro Semester findet eine Präsenzblockwoche am Campus Klagenfurt statt.

Wie lange dauert das Studium und welchen Abschluss erhalte ich?

Das Masterstudium Disability, Diversity & Digitalisierung dauert vier Semester und umfasst 120 ECTS. Nach erfolgreichem Abschluss wird der akademische Grad „Master of Arts in Social Sciences“ (MA) verliehen.

In welcher Sprache wird das Studium unterrichtet?

Die Unterrichtssprachen sind überwiegend Deutsch und teilweise Englisch. Eine Besonderheit des Masterstudiums DDD ist ein überwiegend englischsprachiges Semester, das den internationalen und interdisziplinären Austausch fördert.

Ist das Studium praxisnah?

Ja, Theorie und Praxis sind eng miteinander verbunden. Du arbeitest an konkreten Projekten, teilweise gemeinsam mit Kooperationspartner:innen aus unterschiedlichen Branchen. Im Disability & Diversity Skills Lab sowie in eigenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten überprüfst du Konzepte und digitale Lösungen in realen Anwendungskontexten.

Kann ich im Studium individuelle Schwerpunkte setzen?

Ja, in vier Wahlpflichtbereichen kannst du persönliche Schwerpunkte setzen. Zur Auswahl stehen Disability, Diversity & Digitalisierung in Kunst und Kultur, im Sozial- und Bildungswesen, im Alter sowie in der Arbeitswelt.

Welche beruflichen Perspektiven eröffnet das Studium?

Mögliche Tätigkeitsfelder sind:

  • Inklusions- und Diversity-Beratung
  • Disability & Diversity Management
  • Technikberatung
  • Produktentwicklung
  • inklusive Digitalisierung sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung

Weitere Perspektiven bestehen in Forschung, Lehre, Inklusionspädagogik, Consulting, Projektleitung und Social oder Digital Entrepreneurship.

Welche Voraussetzungen gelten und wie kann ich mich bewerben?

  • Abgeschlossener Fachhochschul-, Universitäts-Bachelorstudiengang
  • oder Abschluss eines gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung. Zu diesen gehören u.a.:
    • Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften (z.B. DDS, Soziale Arbeit, Inclusive Education, Gender Studies, Medien und Kunst)
    • Gesundheits- und Pflegeberufe bzw. Gesundheitswissenschaften/ Medizin
    • Informationstechnologien (Gesundheitsinformatik, Ingenieurwissenschaften, Medientechnologie etc.)

Die Bewerbung erfolgt online über das Bewerbungsportal der CU Hochschule Kärnten. Im Rahmen des Aufnahmeverfahrens wird mit den Bewerber:innen ein persönliches Aufnahmegespräch geführt.

 

Was unterscheidet das Studium an der CU Hochschule Kärnten?

Das Masterstudium verbindet Disability und Diversity Studies mit Digitalisierung, Ethik und Technikfolgenabschätzung. Sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven werden mit technischem Basiswissen verknüpft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der inklusiven, partizipativen und nutzer:innenorientierten Gestaltung digitaler Technologien. Durch Wahlpflichtbereiche, Praxisprojekte und den hohen Online-Anteil kannst du das Studium individuell und berufsbegleitend gestalten.

Was kostet das Masterstudium DDD?

Der Studienbeitrag beträgt € 363,36 pro Semester, zuzüglich des jeweils geltenden ÖH-Beitrags. Für Studierende aus Drittstaaten beträgt der Studienbeitrag ab dem Wintersemester 2026 € 500 pro Semester.