Wie  eine kleine Kooperation Studierende der CU Hochschule Kärnten auf die internationale Bühne brachte

Aus einem einzigen Kontakt zur University of South Florida entstanden ein digitaler Zwilling des Technologieparks Villach und eine Session auf der IVEC 2026, die zum Teil auf Arbeiten von Studierenden der CU Hochschule Kärnten beruhte.

Internationale Zusammenarbeit beginnt nicht immer mit einer formellen Vereinbarung oder einem mehrjährigen Projekt. Manchmal beginnt sie mit einem einzigen Kontakt und der Bereitschaft, Bestehendes miteinander zu verbinden, auch wenn es nicht direkt in ein Curriculum oder ein Forschungsprojekt eingebettet ist.

Dr. TH Culhane von der University of South Florida (USF) wandte sich wegen ihres Profils im Bereich Virtual Exchange an die CU Hochschule Kärnten. FH-Prof. Dr. Eithne Knappitsch brachte daraufhin Studierende der CU Hochschule Kärnten, die an einem Projekt mit dem Technologiepark Villach arbeiteten, mit Studierenden der USF zusammen. Eithne Knappitsch nennt das „Collaboration-lite“: Der Aufwand war auf beiden Seiten überschaubar, und die Kooperation baute auf bereits laufender Arbeit auf.

Das Ergebnis reichte weiter, als irgendjemand geplant hatte. Auf der IVEC 2026 präsentierten Ella Bouville, Tasnim Diana und Dr. TH Culhane „From Maps to Metaverse: Co-Creating Digital Twins for Immersive VE in Sustainability Education“. Im Mittelpunkt stand ein begehbarer digitaler Zwilling des Technologieparks Villach auf der Plattform Spatial, den Studierende in Österreich und Florida gemeinsam erkunden konnten. Auf einer zweiten Plattform, Viverse, fanden gemeinsame Sessions in virtuellen Räumen statt.

Im digitalen Zwilling waren die Arbeiten der Studierenden Džana Pršić und Karina Shikhgasanova zur Weiterentwicklung des Technologieparks zu sehen. Dazu gehörte eine Befragung, was sich Menschen vom Park wünschen. Die drei häufigsten Antworten waren Essen und Getränke, Orte zum Entspannen und Arbeitsplätze im Freien. Außerdem entwarfen sie eine Nachhaltigkeitsebene mit solarbetriebenen Ladebänken und Inseln für Bestäuber, eine kreative und kulturelle Ebene mit einer Wandbildfläche für junge Künstler*innen sowie Veranstaltungsideen für den Campus. Ihr Fazit, dass sich der Technologiepark Villach zu „einem lebendigen, unverwechselbaren und vernetzten Innovationscampus“ entwickeln kann, wurde einem internationalen Publikum von Virtual-Exchange-Lehrenden vorgestellt.

Die Session beschrieb den Ansatz als Weg von gemeinsamen Orten über gemeinsame Narrative hin zu gemeinsamem Erkunden und Handeln. Ein realer Ort in Villach wurde zur gemeinsamen Grundlage für Studierende auf zwei Kontinenten, und die Teilnahme setzte keine 3D- oder Programmierkenntnisse voraus.

Ein Konzept, das für einen Technologiepark in Kärnten entstanden war, wurde zum Material für eine internationale Konferenz. Kleine Kooperationen wirken am Anfang selten bedeutsam, und gerade das lässt Raum für Ergebnisse, die niemand geplant hat.

Wir gratulieren den ICM-Studierenden Džana Pršić und Karina Shikhgasanova, betreut von FH-Prof. Dr. Swetlana Buko, sowie dem Team der USF. Kolleg*innen der CU Hochschule Kärnten, die diese Zusammenarbeit weiterführen möchten, wenden sich bitte an e.knappitsch@cuas.at. Dr. TH Culhane ist derzeit Fulbright-Gastprofessor an der IMC Krems.