Kärntens Hochschulen bündeln Kompetenzen für Biodiversität und gesellschaftliche Transformation

Rund 80 Forschende und Expert:innen kamen bei der ersten #BiDiTec26 in Klagenfurt zusammen. Im Mittelpunkt standen neue Technologien, Biodiversitätsmonitoring und die Frage, wie aus interdisziplinärem Austausch neue gemeinsame Forschungsansätze entstehen können. 

Wie lässt sich Biodiversität besser erfassen und messbar machen? Welche Rolle spielen neue Technologien dabei? Und wie können Wissenschaft und Forschung gesellschaftliche Veränderungsprozesse unterstützen?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich am 22. September die erste International Conference on Biodiversity Technologies & Societal Transformation – #BiDiTec26 in Klagenfurt. Erstmals wurde die Konferenz gemeinsam von der CU Carinthia University of Applied Sciences | Hochschule Kärnten, der Universität Klagenfurt, der Pädagogischen Hochschule Kärnten | Viktor Frankl Hochschule und der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik organisiert. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Privatstiftung der Kärntner Sparkasse. 

Wie neue Technologien Biodiversität sichtbar machen

Unter dem Motto „Measuring biodiversity – Empowering transformation“ spannte das Programm einen breiten Bogen zwischen Naturwissenschaften, Technologie und gesellschaftlicher Transformation. Nach der Eröffnung durch Univ.-Prof. Mag. Dr. Ada Pellert, Vorsitzende der Kärntner Hochschulkonferenz und Mitinitiatorin des gemeinsamen Konferenzformats, folgte eine Keynote von Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum zu aktuellen biodiversitätspolitischen Entwicklungen. In den weiteren Sessions standen unter anderem Nachhaltigkeit und globaler Wandel, neue Technologien und Prototypen, digitales Biodiversitätsmonitoring sowie nachhaltige Innovationen im Mittelpunkt. 

Wie vielfältig die möglichen Anwendungen sind, zeigten Beiträge zu hochaufgelöstem Drohnenmonitoring, Machine Learning bei der Erfassung von Schmetterlingen, Sensorik in Agrarökosystemen, molekularen Indikatoren für das Monitoring von Flüssen und biohybriden Robotern für die Biodiversitätsforschung. Auch Fragestellungen zu Gebäudebestand, intelligenten Energienetzen und gesellschaftlicher Transformation waren Teil des Programms. 

Fachliche Schnittstellen sichtbar machen

Für FH-Prof. Mag. Dr. Michael Jungmeier, Leiter des Interdisciplinary Center for Ecosystem Services and Biodiversity (ICEB) an der CU Hochschule Kärnten, liegt ein wesentlicher Mehrwert der Konferenz darin, unterschiedliche Disziplinen zusammenzubringen:
„Biodiversität ist ein wichtiges Thema. Mit der #BiDiTec26 wollten wir erstmals Persönlichkeiten zusammenbringen, die in Kärnten aus unterschiedlichen Disziplinen an Nachhaltigkeit, globalem Wandel und gesellschaftlicher Transformation arbeiten. Die Konferenz hat gezeigt, dass es viele fachliche Schnittstellen gibt. Wir freuen uns, diese Verbindungen weiterzuentwickeln und daraus gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte entstehen zu lassen.“ 

Aus Austausch sollen Kooperationen entstehen

Die Idee für #BiDiTec26 entstand im Rahmen der Kärntner Hochschulkonferenz. Ziel ist es, Biodiversität, globalen Wandel und gesellschaftliche Transformation als gemeinsame Zukunftsthemen der Kärntner Hochschulen stärker in den Fokus zu rücken und neue hochschulübergreifende Forschungs- und Kooperationsmöglichkeiten zu entwickeln. Neben den Fachvorträgen bot insbesondere die abschließende Panel- und Round-Table-Diskussion Raum für den Austausch mit nationalen und internationalen Expert:innen. Beteiligt waren unter anderem Vertreter:innen des Max-Planck-Instituts Mainz, der TH Ingolstadt, der ETH Zürich und des Open Geospatial Consortium. 

Fortsetzung 2027 bereits geplant

#BiDiTec ist als jährlich stattfindendes Format angelegt. Für 2027 ist eine größere und öffentlich zugängliche Konferenz vorgesehen, bei der auch Sessions eingereicht werden können und der wissenschaftliche Austausch gezielt in neue Projektideen münden soll.


📅 Nächste #BiDiTec: 21. September 2027 

Fotorechte: @ICEB